Der Kurzfilm „Verzeih mir, Vater“ versetzt den Zuschauer in das Jahr 1966. Deutschland ist geteilt. Nicht weit von Ost-Berlin wächst der 10-jährige Thomas bei seiner Großmutter auf.

Recht schnell wird klar, dass eigentlich nichts an seiner Familie normal ist. Als kleiner Junge muss er miterleben, wie seine Mutter aus ungeklärten Gründen in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wird. Dieses Ereignis verfolgt den Jungen bis in seine Gegenwart. Geplagt von der starken Sehnsucht nach seinem Vater, der bereits vor dem Bau des Eisernen Vorhangs in den Westen emigrierte, plant er seine Flucht, die nicht nur sein, sondern auch das Leben des Grenzbeamten Johannes Bauer radikal ändern sollte.
Durch dessen inneren Konflikt zwischen Moral und Überzeugung beginnt das Gerüst seines Weltbilds in sich zusammenzufallen. Hin und her geworfen zwischen den Extremen, wird der Zuschauer Zeuge einer wahren Geschichte, die zum Nachdenken anregt.